Im Grunde habe ich mir nie Gedanken darum gemacht.
Ich bin zwar im Sozialblock groß geworden, doch würde ich nicht sagen das wir arm waren.
Wir konnten uns nicht jedes Jahr Urlaub leisten aber im großen und ganzen leben.
Doch was heißt es arm zu sein ? Obdachlose die um Geld betteln müssen?
Wenn man sich so etwas an schaut sollte man sich nicht beschweren.
Ich will mich auch nicht beschweren oder mitleid, nur meine Gedanken aufschreiben / mitteilen.
Wenn es also nach diesen Maßstäben geht bin ich nicht.
Und im Grunde hat mich Geld auch nie interessiert. Ich bin im Grunde zu frieden wenn ich ein Dach über meinem Kopf habe, Essen habe und Internet^^.
Und dafür reicht es grundsätzlich, problematisch wird es nur wenn etwas kaput geht oder ähnliches.
Dann muss man auf Raten Kaufen oder sich etwas einfallen lassen. In der Regel kann ich es auch gut verstecken das ich wenig Geld habe. Ich bekomme jetzt schon etwas Länger ALGII und wenn es so weiter geht bald Früh Rente was im Grunde das selbe ist nur von einer anderen Stelle, da ich nicht arbeitsfähig / krank bin. Letztendlich wäre ich damit schon zu frieden wenn das endlich mal geklärt ist, wie das weiter geht.
Realistisch betrachtet wird das wohl auch so noch eine ganze weile bleiben.
Welcher Arbeitnehmer wünscht sich schon jemand mit mittelmäßigen Hauptschulabschluss, der ständig etwas angefangen und abgebrochen hat, jahrelang Krank war etc.
Aber gut so sollte ich wohl nicht denken und tue ich im Grunde auch nicht. Sollte es mir irgendwann besser gehen weiß ich das ich die Schule nach holen kann. Ob und wie ich dann Arbeit finde steht in den Sternen.
Nervig ist es nur wenn man sich wenig leisten kann.
"Glücklicherweise" brauch ich nicht viel da ich aus der Krankheit eh nicht viele Möglichkeiten habe Geld aus zu geben. Was ich aber auch so oder so nicht tun würde. Ich bin kein Verschwenderischer Mensch der dies oder das Brauch. Ich habe zwar einen "Technick-Laster" und alles mit einem Bildschirm, hübschen Knöpfen und tollen LED Leucht effekten zieht mich magisch an, doch lebe ansonsten relativ bescheiden.
Das schöne an unsere Kapitalistischen-Gesellschaft ist das man ständig dazu bedrängt wird zu kaufen.
"Hast du was bist du was, Hast du nichts bist du nichts"
Man bekommt ständig das Gefühl "Versagt" zu haben weil man wenig Geld hat oder dies und das nicht hat.
Natürlich kann man sich darüber hinaus setzten was ich in der Regel tue.
Trotzdem bleibt es und grundsätzlich möchte doch jeder Akzeptiert und Geschätzt werden.
Doch wird man dies Grundsätzlich über Geld und Macht, wobei Macht = Geld und Geld = Macht ist.
Wenn man sich die letzten Jahrzehnte oder Jahrhunderte anschaut ist das Kapitalistische System was herrscht im Moment noch das Gerechteste. Ich passe nur nicht so ganz hinein.
Tja wo stehe ich also, knapp an der Armutsgrenze, am rande der Gesellschaft.
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