Montag, 7. Januar 2013
Essstörung
Wenn man mich fragen würde ob ich eine Essstörung habe dann antworte ich in der Regel mit Nein.
Weil ich denke das die meisten Menschen ein falsches Bild davon haben. Es entsteht doch immer ziemlich schnell das Bild vom Magern Mädchen das nicht essen will weil es sich zu Fett findet.
Doch so einfach ist das nicht, bei weitem nicht.
Würde mich jemand fragen der sich damit aus kennt oder selbst eine Essstörung hat/hatte würde ich wahrscheinlich mit Ja beantworten. Doch macht es das auch ein wenig zu einfach, denn hier sollte man klar differenzieren.
Ich habe mir selten Gedanken darum gemacht. Wobei das stimmt so eigentlich auch nicht.
Vielleicht fange ich erst ein mal im hier und jetzt an.
Ich wiege im Moment 49kg wenn es hoch kommt, dass bei 1,73. Was alleine schon von den Zahlen her nicht gut aus sieht. Und so fühlt es sich letztendlich auch an. Ich fühle mich nicht zu fett, keines weg´s.
Ich fühle mich zu dünn allerdings schaffe ich es nicht an der Situation viel zu ändern.
Ich esse... für mich ist und war essen immer etwas lästiges. Etwas das getan werden muss.
Ich hasse das Gefühl richtig "voll" gefressen zu sein. Ich hasste es "auf zu essen müssen" weil das immer in Bauchschmerzen und Unwohlsein endete. Ich kann durch aus auch viel essen, allerdings kommt es hier stark darauf an was. Daher esse ich im Allgemeinen eher kleine Portionen. Ich kann durch aus auch viel essen allerdings kommt es hier stark darauf an was... und auch wenn ich nur Pizza, Hamburger und andere "leckerein" in mich hinein schaufle nehme ich davon nicht zu. Mein Stoffwechsel ist was das an geht leicht gestört ich kann so viel essen wie ich will und auch egal was es ändert un bedeutsam wenig an den Zahlen auf der Wage. Der eine oder andere möge jetzt vielleicht denken "Fuck Ja das will ich auch, warum regst du dich auf ?" Nun es geht zwar nichts drauf aber dafür um so schneller runter. Und wenn es mir mal schlecht geht gibt es Tage an dem ich teilweise sehr wenig esse, ich vergesse es einfach, ich verdränge es einfach und letzendes kostet es auch eine Menge Geld die ich nicht habe. Und wenn ich nicht das essen kann was ich will esse ich eben halt lieber gar nicht als irgendetwas.
Und so unwohl man sich fühlen kann wenn man sich selbst zu Fett findet kann es einem auch gehen wenn man sich zu dünn findet. Gerade wenn man Männlich ist... aber darüber habe ich jetzt versucht zu schreiben doch es kommt nichts dabei heraus daher springe ich jetzt einfach mal in die Vergangenheit.
Wie gesagt hat es mir als Kind schon nicht gefallen "auf essen zu müssen". Ich will so viel essen wie ich will und deshalb lasse ich mittlerweile schon fast grundsätzlich einen kleinen Rest auf dem Teller einfach aus "Protest". In meiner Jugendzeit als man mich Zwangseinweisen wollte was erst ab einem bestimmten Gewicht geht musste ich Regelmässig zum Arzt wiegen. Was durch aus keine Freude war. Allerdings hat man sich dort halt so durch gemogelt bis es irgendwann niemand mehr interessiert hat. Ein mal war ich noch im Krankenhaus weil ich ja ständig "Bauchschmerzen" habe/hatte, doch alles was bei der Magenspiegelung und co auf viel war alt bekanntes. Psychisch krank, Körperlich wenig fest zu stellen bis auf Gewicht und anderes. Es fällt eh "glücklicherweise" weniger auf bei Jugen, es achtet halt kaum wer drauf und mit weiter Kleidung kann man viel Kaschieren.
Und so hat es letztendlich niemand interessiert, genau wie mich.
Heute fällt es wieder ein wenig mehr auf. Gerade weil ich das letzte Jahr sehr mit Bauchschmerzen zu kämpfen habe. Die letzten Wochen ist das etwas besser geworden, was mich ein wenig beruhigt.
Allerdings gibt es noch immer Nächte nach dem ich etwas gegessen habe was mit nicht bekommt in denn ich Schweiß gebadet nicht einschlafen kann, mir die ganze Nacht schlecht ist und ich mit Angst zu kämpfen habe. Bis ich irgendwann gegen Morgenanfang in einen unruhigen Schlaff falle oder eben auch nicht. Ich habe mich schon seit langer Zeit nicht übergeben, dass heißt aber nicht das ich keine Probleme mit dem Essen bzw der Zeit danach habe. Wenn ich beschäftigt bin alles so in den Hintergrund rücken kann ist alles okay aber wenn ich alleine bin mit mir und meinen Gedanken und dem essen... nein danke.
Und ich merke jetzt in diesem Moment während ich diese Zeilen schreibe wie dumm ich eigentlich bin.
Seit heute morgen einem Toast und einem kleinen Schokoriegel nichts gegessen und wir haben 18uhr.
Das heißt ich werde jetzt auch gleich auf hören und mir etwas zu essen machen.
Dabei esse ich manchmal so gar gerne, doch nur manches. Und oft bin ich einfach nicht fähig mir selbst etwas zu machen... Keine Zeit, zu viel in Träumen verbringen als mit Essen zu machen.
Na ja wie lässt sich das ganze ab schließen ?
Ja ich bin gestört was mein Essverhalten an geht.
Nein ich fühle mich nicht zu Fett.
Ja ich fühle mich unwohl weil ich mich zu dünn finde.
Nein ich kann nicht normal essen und mich gut dabei fühlen.
Komische Sache, was auch immer dahinter steckt ich weiß es nicht.
Allerdings musste das irgendwie mal unter gebracht werden, vor allem wenn ich mir anschaue wie viel ich mit Essstörungen in letzter Zeit zu tun habe ob nun selbst oder anderen.
Langsam fuckt mich das Thema ziemlich ab, was nicht gegen die Personen geht aber gegen die Krankheit an sich. Ich würde gerne jedem inklusive mir rechts und links eine scheuern und sagen das hier jetzt einfach normal gegessen wird, hört auf euch dauern Gedanken zu machen, es macht es doch nur schlimmer...
Doch so einfach ist das nicht *seuftz*
Und nur weil ich mich nicht zu fett finde macht es das bei weitem nicht einfacher aber wenn kümmert es.
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